Stephanshausen

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Stephanshausen, auf den Höhen des Rheingaus in 396 m Meereshöhe am Rande des Taunus gelegen, ist ein aufstrebender Erholungsort. Eine malerische, hügelreiche Landschaft, mit reichem Buchen-, Tannen- und Kiefernbestand umgibt das beschauliche Feriendorf. Hier kann man noch Rot- und Schwarzwild beobachten. Der Ort liegt in einer kleinen Talsenke, die kühle Winde abhält. Zur Hauptverkehrsader längs des Rheines ist es nicht weiter als der berühmte "Katzensprung". Wanderer werden das markierte Wegenetz besonders schätzen, das sie zum Spaziergang einlädt.

Die Geschichte des Ortes ist nur spärlich bekannt. Ringwallanlagen, steinzeitliche Abfallgruben und Grabhügel (vermutlich aus der Latenezeit, etwa 5.-1. Jhdt. v.Chr.) geben karge Anhaltspunkte. Die älteste urkundliche Überlieferung aus der Mitte des 13. Jahrhunderts nennt "Stevenshusen". Damals hatte ein Ritter von Waldeck dort Lehensbesitz der Herren von Bolanden. Laut Weistum von 1492 stand Stevenshusen in hofrechtlicher Bindung zu den Grafen von Nassau - Idstein, die einen an Ritter Arnold von Hohenweisel verliehenen Hof besaßen. Im Turm von Schloss Vollrads oberhalb von Winkel liegen Urkunden, wonach die Greiffenclaus im 17. Jahrhundert große Teile des Dorfes kauften: Friedrich Greiffenclau erwarb "die Gefälle zu Stephanshausen" gegen 2.500 Gulden und 30 Albus im Jahr 1660 von Johann Graf zu Nassau - Saarbrücken, Herr zu Idstein, Lahn und Wiesbaden. Somit unterschied sich das heutige Stephanshausen bis 1808 durch Reste alter Unfreiheit von den übrigen Gemeinden des Rheingaus. Hier muss man aber nicht unbedingt Nachteile für die wenigen Bürger des Ortes (1700 waren es 12, 1820 immerhin schon 206) vermuten. Die mittelalterliche Freiheit stand nämlich in unmittelbarem Zusammenhang mit jener Geborgenheit, die ein Schwacher unter dem Schutz eines Starken findet. Stephanshausen ist ein typisches Rheingauer Höhendorf. Es strahlt Ruhe, Beschaulichkeit und Harmonie aus; was nichts mit Trägheit und Lethargie zu tun hat, wie der Besucher sehr schnell feststellen wird. Historische und traditionelle Wurzeln sowie moderner Zeitgeist verschmelzen zu einer harmonischen Einheit. Der in Jahrhunderten gewachsene Kern des Dorfes bildet auch heute noch den Mittelpunkt des Lebens. Hier trifft man sich an lauen Spätsommerabenden, diskutiert die große und kleine Politik. Hier ist der Mensch noch wer - egal, ob Einheimischer oder Gast. Der familiäre Charakter des Ortes hilft mit, den Gast in das dörfliche Geschehen einzubinden.

In der Blutgerichtsbarkeit stand Stephanshausen lange Zeit unter dem Gericht zu Winkel, während die kirchliche Abhängigkeit auf alte Zusammenhänge mit Lorch deutet. Bereits 1401 hatte die Siedlung eine Kapelle, die ein Kaplan zu Lorch versah. Über das Patronatsrecht verfügten die Adligen von Breidbach. Seit 1743 besitzt Stephanshausen ein eigenes Gemeindesiegel, das den örtlichen Kirchenheiligen St. Michael zeigt. 12 Jahre später wird der Ort zur Pfarrei erhoben. Die katholische Pfarrkirche blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Sie wurde 1635 durch die Schweden niedergebrannt, später wieder aufgebaut und mehrfach erweitert. Das schlichte Äußere der Kirche lässt die kunstvolle Ausstattung im Innern nicht vermuten. Stephanshausen heute - das sind in erster Linie dörflicher Charakter, beschauliche Ruhe, weite Wälder, ein eng vermaschtes Wanderwegenetz, behagliche Wirtshäuser und freundliche Bewohner. Der staatlich anerkannte Erholungsort überrascht mit "Natur satt". Ein Wassertretbecken, ein Vielzweckspielplatz sowie ein Reiterhof bieten Abwechslung. Hier am Rande des Taunuswaldes schenkt die Natur Erholung und kräftigende Frische. In der Höhengemeinde mundet der Rheingauer Wein ganz vorzüglich. Wer einmal an heißen Sommertagen die sauerstoffreiche, staubfreie Höhenluft genossen hat, weiß, warum so viele Feriengäste aller Altersklassen - auch mit Kindern - Jahr für Jahr gerne wieder hierher kommen. Ältere Besucher empfinden es als besonders angenehm, ein ausgedehntes Netz gutgepflegter, fast ebener, sonniger wie schattiger Wanderwege mit zahlreichen Ruhebänken vorzufinden. Doch lässt es sich auch trefflich feiern, vor allem an der St. Michaels-Kirmes, die immer im Oktober stattfindet. Wer Urlaubserleben mit Disco und Sonnenbaden gleichsetzt, ist in Stephanshausen sicherlich verkehrt. Wer aber darunter Wandern in weiten Wäldern versteht, gerne Ausflüge zu nahen Burgen und Schlössern unternimmt und abends ein Gläschen Wein nicht verschmäht, der wird sich dort bestimmt wohlfühlen und gerne wiederkommen

 

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